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Wallfahrtskirche St. Jost in Blatten

Die Wallfahrtskirche Blatten gehört zur
Pfarrei St. Martin
Kirchrain 2
CH-6102 Malters
Tel. 041/497 25 23 -
eMail: pfarramt-st.martin(at)bluewin.ch

"Bauer Hartmann Krämer liess 1391, nachdem er auf einer Wallfahrt zum heiligen St. Jost in der Picardie einen Strassenräuber-Überfall heil überlebt hatte, auf seinem Grundstück in Blatten eine dem St. Jost gewidmete Kapelle errichten. Die Kirche wurde 1959 bis 1961 umfassend renoviert, unter Denkmalschutz gestellt und der Katholischen Kirchgemeinde Malters übertragen. Bis heute bildet die Kirche St. Jost einen bevorzugten Vermählungs- und Wallfahrtsort." (Text aus gemeinden-web.ch)

1391 erbaut 
1483 und 1491 wird die Kirche erweitert,
1511 erhält sie einen neuen Chor und drei neue Altäre
Auf dem rechten Chorbogenaltar steht die Figur des heiligen Jost als Pilger.

Die Stiftung "Kirche St. Jost Blatten bei Malters" hat eine inhaltsreiche und übersichtlich gestaltete Homepage mit einer großen Fülle von Fotos zur Baugeschichte, zu Patron und Wallfahrt, sowie zur Restauration.

St. Jost ist die Kirche mit dem umfangreichsten Bildprogramm zum Leben und Wirken Jodoks: An der Brüstung der Empore und an den Seitenwänden verteilt erzählen 27 (von ursprünglich 30) Tafelgemälden die Vita Jodoks. Der Bilderzyklus (rechts in Einzelbildern; bei den Fotogalerie im Gesamtüberblick) wurde zunächst der Werkstatt des Luzerner Malers Kaspar Meglinger zugeschrieben (1639-40). Die neuere Forschung nennt aus stilistischen Gründen die Werkstatt von Hans Jakob Wyss.

Unter den Bildtafeln kamen Reste von sechs älteren Bildern zur Vita Josts zum Vorschein, die mit Temperafarben direkt auf die Mauer gemalt sind. Sie werden stilistisch der manieristischen Spätrenaissance luzernischer Malerei um 1600 zugeordnet.
Ein sehr schöner und äußerst wertvoller 20-teiliger Glasgemälde-Zyklus (von 1656/57) befindet sich in den Oberlichtfenstern der Kaplanei.
Von den zahllosen Votivbildern hat eine stattliche Anzahl in Kirche und Beichtkapelle nebenan überlebt.

"Die Kirche St. Jost... ist nicht nur malerisch in die Landschaft eingebettet, sondern verkörpert in vielfältiger und nachvollziehbarer Weise Wallfahrtsgeschichte. Der Reichtum und die Qualität ihrer Ausstattung sowie ihre Ausstrahlung als variantenreiches Baukörperensemble erheben sie zu einem der bemerkenswertesten Baudenkmäler des Kantons Luzern und der ganzen Innerschweiz. Zudem prägen die Kirche und die ihr gehörende Kaplanei den Weiler Blatten. Darum steht die Kirche als solches unter eidgenössischem Denkmalschutz und der Ort unter nationalem Ortsbildschutz." (aus den Renovations-Unterlagen 2009)

Verbunden mit der Wiedereröffnung nach der Renovation sind die drei Neuerwerbungen: Ambo, Altar und vor allem die kleine, dafür umso kostbarere Reliquie des Kirchenpatrons:

Der neue Ambo
Die Reliquie aus St. Josse/s.M.
Die Association lässt grüßen.
Der neue Altar

Die Renovierung ist abgeschlossen!

Nach zwei Jahren Arbeit ist die bedeutendste Jodokus-Kirche der Schweiz wieder eröffnet und "eingeweiht" worden. Beim festlichen Gottesdienst am 11.11.11 hat Diözesanbischof Dr. Felix Gmür die neuen liturgischen Zentren Altar und Ambo konsekriert. Auf seine ausdrückliche Bitte an Bischof Jäger in Arras hat Pfarrer Clovis aus St. Josse-sur-Mer eine kleine Reliquie an St. Jobst in Blatten übergeben. Als Gruß der "Association St. Josse" hat Gründungsmitglied Jutta Schmidt eine Kerze aus St. Josse-sur-Mer überbracht.

Die Kirche erwartet nun wieder ihre Besucher: Der große Bilderzyklus des Kirchenpatrons, die Ex-Voto-Bilder und die zierliche Ex-Voto-Puppe hängen wieder an den Wänden. Die Orgel ist gestimmt. Die Ausstellungsvitrine ist vorbereitet, um den kleinen, schmucken Kirchenschatz wieder aufzunehmen. Der neue Kerzenopferständer ist positioniert und das Sorgenbuch eingerichtet. Erste Karten und Info-Blätter sind in den neuen Schriftenstand eingeordnet. Als letztes restauriertes Objekt war die gotische Kanzel zurückgekehrt, die zusammen mit dem alten Turmuhrwerk in der Remise an die Ursprünge der Kirche erinnert.

Auch für den Namen des "Gasthof Krone" in der Nachbarschaft der Pilgerkirche hat St. Jost mit seiner abgelegten Krone Pate gestanden. Anhand der St. Jost-Statue beim Hauseingang, einer barocken St. Jost-Statue im Speisesaal sowie einer Hausmonstranz mit einer Madonnendarstellung im Gaststuben-Buffet spürt man, dass das Gasthaus, das heute für seine gehoben Gastronomie bekannt ist, früher eine bekannte Wallfahrergaststätte war.

 

Dreimal kann man im Gasthof die Krone von Jost entdecken.

Der Kirchenpatron

Die Wallfahrtskirche

Der große Zyklus

Votivtafeln