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Feuchtwangen, ehem. Kapelle St. Jos

Kath. Pfarramt
Am Bleichwasen 2
91555 Feuchtwangen
Tel. 09852 2377

Nahe der Stadt vor dem oberen Tor befand sich die Kapelle St. Jodokus oder St. Jos und Nikolai apud leprosos, bei den Aussätzigen. Sie stand da, wo jetzt die Wirtschaft zum Grünen Baum steht.

Nach Stieber, Histor. Nachrichten, S. 366, soll sie
"im Jahre 1464 durch den Augsburger Suffragan geweiht und durch Papst Pius II. (1464 - 1471) mit Ablaß versehen worden sein. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, daß an ihrer Stelle schon früher eine Kapelle für die "Sondersiechen" stand. Der Aussatz war ja schon durch die Kreuzzüge aus dem Morgenland in Deutschland eingeschleppt worden und hatte sich weit verbreitet, sodaß jede Stadt ihr Siechenhaus außer ihren Mauern hatte, so Leutershausen, Rothenburg, Windsheim, wo noch die Namen davon vorhanden sind. In Nürnberg war es St. Johannis. In Feuchtwangen stand das Haus der Sondersiechen, die von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen waren, da, wo an der "Siechenpeunt", die jetzt noch an jene alte Zeit erinnert, abseits vom Wege das Anwesen Hs. Nr. 4 1/10 sich befindet. Da die unglücklichen Kranken keine Kirche besuchen durften, errichtete man ihnen eigene Kapellen und eine solche Sondersiechenkirche war auch die Joskapelle zu Feuchtwangen. Schon 1647 war diese verfallen. Im Jahre 1700 benützte man die Reste zum Bau eines Amtshauses an dieser Stelle, woraus später die jetzige Grünbaumwirtschaft wurde."
(Aus der Homepage: ...)