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Kamenz, ev. Jodocikirche, heute St. Just

Friedhofkirche St. Just

Die St. Just-Kirche oder auch St. Jodokus-Kirche ist eine aus dem Mittelalter stammende Kapelle, die als Pilgerkirche errichtet wurde und deren Name "Jodokus" sich wohl zu "Just" entwickelt hat.

"Die St. Justkirche in Kamenz wird 1377 urkundlich erwähnt und dürfte kurz vor diesem Jahr erbaut worden sein. Zum Siechenhaus gehörig, ist sie später dem alten Patron der Stadt zu Ehren zur Kapelle mit eigenem Kaplan und besonderen Einkünften erhoben worden..."
(H. Helbig, Untersuchungen über die Kirchenpatrozinien in Sachsen, Berlin 1940 und 1965)
Dr. Herbert Helbig sieht Kamenz in der Fortsetzung der hessisch-thüringischen Linie der Jodoksverehrung über Kassel, Münden, Schmalkalden, Erfurt nach Mühlhausen. Alles Orte, die noch nachgeprüft werden müssen.
(Untersuchung über die Kirchenpatrozinien in Sachsen auf

"Der Flügelaltarschrein (ca. 1500) im Chor kam 1770 aus der Klosterkirche an diesen Standort. Das Kruzifix im Triumphbogen ist anlässlich der Restaurierung in den dreißiger Jahren vom  Dachboden wieder an diesen Ehrenplatz gekommen und prägt heute den Gesamteindruck dieses Kirchenraumes mit. Sehenswert sind die um 1400 entstandenen Wandmalereien im Chor und am Triumphbogen, die erst 1935 wieder entdeckt wurden.
Die St. Just-Kirche wird fast ausschließlich zu kirchlichen Trauerfeiern genutzt."
http://www.kirchgemeinde-kamenz.de/index2.php 

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Die Fotos haben uns das Pfarramt (1-3) und Herr H. Rathke (4-12) zur Verfügung gestellt, wofür wir danken.

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