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Stinstedt, Pilgerkapelle

Im Ortsteil St. Joost lag eine bis zur Reformation vielbesuchte und später nach Stinstedt selbst verlegte Wallfahrtskapelle, die dem heiligen Joost geweiht war. (Rat der Gemeinde Stinstedt)

Mehr bei:
Johannes Göhler, Die Kapelle "zum Trost" im Moor, Die mittelalterliche Wallfahrt der Norddeutschen zu St. Joost
www2.hu-berlin.de/sachkultur/pz/goehler-st-joost.html

Am 13. September 1998 wurde zwischen Stinstedt und Odisheim ein großer Fels enthüllt mit der Inschrift: "Pilgestätte St. Joost - Hier befand sich im 14.-16. Jahrhundert eine dem Heiligen Jodokus geweihte Kapelle. Pilger aus ganz Norddeutschland suchten sie auf, um ihrem Schutzpatron für die Errettung aus Gefahren zu danken und durch den Besuch der Wallfahrtsstätte Sündenvergebung und Heilung zu erlangen." Liste des Kapelleninventars von 1568 blieb erhalten. Beigefügt ist eine Figur Jodoks.

Wallfahrt nach St. Joost
6. Dezember 2007: Vortrag von Pastor i. R. Johannes Göhle: "Wallfahrt nach St. Joost. Die mittelalterlichen Pilgerfahrten der Norddeutschen zur Moorkapelle in Odisheim".
"Ein Gedenkstein inmitten eines liebevoll gepflegten Haines erinnert zwischen Stinstedt und an eine ehemalige Kapelle, die in der Zeit vom 14. bis zum 16. Jahrhundert Pilger von weither anzog. Der mitten im Moor gelegene Ort war dem im 8. Jahrhundert lebenden und aus der Bretagne stammenden Königssohn Jodokus geweiht, der sein Leben in der Waldeinsamkeit des nördlichen Gallien als Eremit verbrachte. Die im Spätmittelalter nach St. Joost reisenden Pilger hofften, hier Heilung von Gebrechen und Vergebung von Sünden zu finden. Im Bremer Weserschlamm gefundene Pilgerzeichen mit dem Bild des Heiligen belegen, dass die Wallfahrer vor allem aus den norddeutschen Städten hierher kamen und in den neben der Kapelle gelegenen Gasthäusern Aufnahme fanden. Nach der Reformation verfiel die Kapelle.

Anhand der erhalten gebliebenen Münzen, Votivgaben und Kultgeräte erzählt Johannes Göhler mit Hilfe einer Bildprojektion sehr anschaulich von einem mitten im Moor gelegenen Ort, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war und nun wieder interessierte Besucher/innen anzieht."

http://www.historisches-museum-bremerhaven.de/index.php?id=173

Die Renaissance einer historischen Pilgerstätte hieß es am 13. September 2008 in der Niederelbe-Zeitung. In der einsamen Moorlandschaft des Grenzgebietes Stinstedt/ herrschte richtiger Trubel: Die Gedenkstätte . ein Gemeinschaftsprogramm der beiden Kommunen mit dem Heimatbund der wurde eingeweiht. Sie erinnert an die vor rund 500 Jahren abgerissene Wallfahrtskapelle." (Samtgemeinde Börde Lamstedt, Werner Otten, Bgm.)

Wird St. Joost wieder zum Wallfahrtsort? Bericht:
http://ww2.nez.de/nachricht_druckvorschau.cfm?did=1165750 

Im Rahmen des Projektes "Erleb das Land" plant die Samtgemeinde Sietland:
Aufbereitung der historischen Stätte St. Joost mit Informationstafeln und Ruhezone

Ansprechpartner: Herr Erich Janssen, Dorfstraße 166, 21775 Odisheim, Tel: 04756 / 361

Zwei Fotos aus Vikipedia zeigen die "virtuelle" Kapelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stinstedt 

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