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Deutschland

Walberberg steht neben Prüm und St. Maximin (in Trier) am Anfang der Jodoksverehrung in Deutschland.

DEUTSCHLAND 

Über den Austausch der Informationen unter den Benediktinerklöstern Prüm/Walberberg/St. Maximin in Trier hinaus sieht Jost Trier in Deutschland drei große Wanderwege der Jodoksverehrung:

1. Der Strom nach Nordosten
lässt (nach J. Trier) eine Linie Köln, Jostberg, Saalhausen, Brilon, Haldinghausen, Alme, Geseke, Wewelsburg, Bielefeld erkennen. Über Verzweigungen sind Dorsten und Münster oder auch Lemgo und Hameln angeschlossen. Über Bielefeld wird Walsrode oder auch Obernkirchen, Stadthagen und Walsrode erreicht. Börger schließt er an die Linie Utrecht, Harderwyk, Kampen, Zwolle an. Für St. Joost im Jeverland könnte Börger wichtig sein.

2. Der mittlere, ostwärts gerichtete Strom
der sich später teilt, beginnt in Walberberg/Langenfeld, erreicht den Rhein bei St. Goar, berührt Oberwesel, Bacharach und Steeg, zieht rheinaufwärts, umgeht Mainz, trifft auf Frankfurt und führt über Marburg nach Kassel. Spätestens Mitte des 14. Jh. entstehen Friedberg, Niederwesel, Schotten, Grünberg, Marburg, Neustadt, Fritzlar, Kassel, zweigt kurz ab nach Zierenberg, Spangenberg und Kloster (!) Hersfeld. Von Kassel geht der nördlichere Zweig weiter über Münden nach Schmalkalden, Erfurt und Mühlhausen.

Die südliche Zweig von Frankfurt führt nach Überau und Rüdenau ins Bistum Würzburg, erreicht im Tauberzweig Mergentheim und Rothenburg o.d. Tauber, führt hinüber über Jobstgreuth, Bamberg, St. Jobstenberg, Eger entweder nach Rehau oder südlich nach Ornbau, Nürnberg und Tännesberg.
Göschitz und Glösa kann er nicht recht zuordnen werden, auch die schlesischen Orte Zauchwitz und Goldberg nicht. Eine Abzweigung vom Mainzweig endet in Ottendorf und Josthal. Landshut und Haunswies haben wohl andere Anbindungen.

3. Der Hauptstrom nach Süden
führt rheinaufwärtsÜber Worms (1269) und Speyer (Schaidt, Hainfeld, Wiesental, Ottenau, Dürkheim, Wimpfen) macht er den Sprung ins ehemalige Bistum Konstanz, wo das Kloster Kreuzlingen St. Josen versieht. Im Bistum Konstanz findet die J-Verehrung ihre größte Entfaltung.

Die rechtsrheinische Ausbreitung führt von Konstanz nach Überlingen, Meersburg, Bibrach, Pfullendorf, Immenstaad (alle 1. Hälfte des 14. Jh.), strahlt aus nach Klein-Basel, Breisach, Neuenburg, Obersimonswald, Josthal, Göppingen, Ulm usw., später nach Ehingen-Rottenburg.
Die linksrheinische führt nach Zürich in die Schweiz (siehe "Schweiz")