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Berühmte Pilger

1286 Heinrich von Vinstingen, Erzbschof von Trier macht die erste namentlich bezeugte Wallfahrt nach St. J. Er sucht Heilung, stirbt aber. S. 125

1287 macht sich Rudolf von Schauensee auf den Weg (Sprengel Konstanz)

1325 Ludwig IV., der Bayer, unternahm nach seinem Siege über seinen Gegner Friedrich den Schönen, bei Mühldorf (1322) eine Dankeswallfahrt zum Grab des hl. Jodokus. Er unterstützte und veranlasste seinen Vetter, den Herzog Heinrich von Niederbayern, 1338 in Landshut eine Kirche zu Ehren des hl. Jodokus zu errichten.

1366 pilgert Hartmann von Brunau aus der Diözese Konstanz.

1367 Johannes von Herblingen (Konstanz)

1416 Auf dem Weg nach England besucht Kaiser Sigismund als Pilger St. Josse und zieht stillschweigend ohne Spende weiter.

1457 besucht Graf von Charolais (der spätere Karl der Kühne) mit Gemahlin das Kloster und beschenkt es großzügig.

1463 berührt Philipp der Gute von Burgund das Kloster.

1431 Landgraf Ludwig I. von Hessen kommt mit großem Gefolge. Er darf einen Schluck aus St. Josts Kelch trinken. Man hielt diesen für jenen Kelch, dessen sich Jodok bei der wunderbaren Messe bedient hatte.
(Möglicherweise war das ein auch sonst in St. Josse geübter Wallfahrtsbrauch.)

Anlass zur sozialen Aufwertung des Wallfahrtsortes ist Burgund. 1449 schreibt Jean de Mielot seine "Vie de saint Josse". Ein älterer, früh verstorbener Bruder Karls des Kühnen hieß Josse. Für die burgundischen Herzöge hatte die Pflege des flandrischen Kultzentrums politische Gründe.