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Haunswies, Wallfahrerkapelle

Die Pfarrei Haunswies mit der Wallfahrerkapelle St. Jost gehört zur
Pfarrei St. Peter und Paul
von Grafenreuth-Str. 2
86444 Affing 
Tel. 08207/ 1743.

Eine Kapelle mit dem Namen St. Jobst ist bereits 1568 in der 13.  Bayerischen Landtafel von Philipp Apian verzeichnet.
Die jetzige Kapelle steht etwa einen km außerhalb von Haunswies - mit qualitätvollen Deckenfresken von 1793 (Johann Bapt. Anwander zugeschrieben).
1963 wurde die angebaute "Klause" (Photo von Martin Golling zur Verfügung gestellt), die später als Mesnerwohnung diente, abgerissen. Damals wurde die Kapelle um zwei Meter verlängert und mit einem dritten Fenster versehen.

"Im Jahre 1972 wurde die Kapelle bei zwei Einbrüchen brutal ausgeräumt... Selbst die drei Altarbilder wurden herausgeschnitten",  berichtet der 12-seitige Kirchenführer (Text: Karl Winkler, Bearbeitung: Martin Golling in Zusammenarbeit mit Karl Winkler, Josef Bäck und Werner Dettler, Weichenberg, im August 2002). Auch die Holzfigur des Kirchenpatrons ging damals verloren. Die drei neuen Altarbilder der Augsburger Kunstmalerin Eva Schinkinger (1996) - das Bild des Hauptaltars ist angeblich einer alten Aufnahme nachempfunden, die anlässlich einer Trauung gemacht wurde - erreichen nicht mehr den Level der früheren Ausstattung.

Die Pfarrei zieht bei ihren drei Bittgängen heraus nach St. Jost. Auch zwei Nachbarpfarreien schließen sich dabei mit an. Das Patrozinium wird nicht am 13. Dezember gefeiert, sondern im Herbst bei passender Gelegenheit von Pfarrer und PGR festgesetzt.

Fotogalerie

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2009 - Ein Krimi, der in Haunswies im Wittelsbacher Land spielt:

"Jodok"
Bei einem rätselhaften Doppelmord an der Jodokskapelle wird 1870 das Mesner-Ehepaar brutal mit einer Axt erschlagen. Dieser nie geklärte Fall - dabei drängen sich unmittelbar die Morde von Hinterkaifeck auf - bildet den Hintergrund für einen Krimi von Peter Garski. (Taschenbuch mit 136 Seiten, Oktober 2009 im MVG-Print-Verlag, 6,80 ). Dass auch noch der mysteriöse Tod der "Pfarrerbabette" von 1926 mit hineinspielt und sogar noch ein vierter Todesfall vertuscht werden soll, bringt genügend Stoff für einen Krimi, dessen Hintergrund letztlich nie aufgeklärt worden ist.