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Sein "Markenzeichen": Die Krone zu seinen Füßen

Entsprechend den drei großen Lebensabschnitten Jodoks wird er in drei völlig unterschiedlichen Rollen dargestellt:
als Einsiedler, die heilige Schrift meditierend;
als Pilger in seiner Pilgertracht wegen seiner Pilgerreise nach Rom, und
als Abt mit Mitra und Stab in seiner Rolle als erster Leiter einer späteren Ordensgemeinschaft.

Was ihn aber in nahezu allen Darstellungen unverwechselbar macht, ist die Krone zu seinen Füßen, auf die er verzichtet hat (zuweilen auch mit Zepter).
Es gibt eine Reihe von Darstellungen mit zwei Kronen: eine zu seinen Füßen und eine zweite, die ihm von Engeln zugetragen oder aufgesetzt wird.
Noch mehr: In etlichen Darstellungen finden wir sogar drei Kronen: Die erste natürlich zu Füßen, die zweite von Gott/Engeln überreicht; die dritte ist meist aus Blüten geflochten, gelegentlich über den Arm gestreift (Stächelins Fahne zu Galgenen; Stich von Montreuil; Scherrich-Altarbild in Landshut; Deckenbild in Schmerikon).

St Josse-ten-Node, Belgien
St. Josse-sur-Mer, Picardie
St. Jodok, Landshut
St. Jost, Blatten/Schweiz
im Stich (unten) hat er sogar drei!

Seine Darstellung

als Einsiedler
als Pilger
als Abt

Für die Darstellung Jodoks haben sich drei "Modelle" entwickelt. Er wird entsprechend seinen drei Lebensphasen dargestellt

als Öffnet internen Link im aktuellen FensterEinsiedler
als Öffnet internen Link im aktuellen FensterPilger
als Öffnet internen Link im aktuellen FensterAbt

Ein Bild und seine Abwandlungen

Ein Kupferstich aus Montreuil scheint die Vorstellung von Jodok besonders gut getroffen zu haben. Das Bild war nicht nur als kostbarer Kupferdruck geschätzt, seine Silhuette taucht auch in den Medaillons am Reliquienschrein auf. Schließlich haben vereinfachende Zeichnungen mehrfach Anleihen bei ihm genommen.

Und nun erlebt der Stich durch die neue Technik eine unverhoffte Reinaissance: In der Rubrik "Wir bieten an" finden Sie ihn als PDF-Datei, die Sie sich beliebig groß und schön ausdrucken können.

Die Vorlage
am Schrein
abgewandelt

Pilgerzeichen

Auf Pilgerzeichen, die an größeren Wallfahrtsorten ausgegeben werden, finden wir Jodok meist als Pilger dargestellt. Das ist nur naheliegend, denn die Menschen kommen als Pilger zu dem, der als Patron der Pilger gilt.  Zugleich kann der Pilger mit dem Pilgerzeichen belegen, dass er wirklich an einem bestimmten Wallfahrtsort gewesen ist. Auch wenn die Zeichen zu ihrer Zeit in höheren Auflagen ausgeben worden sind, so sind sie heute doch rare Fundstücke.

So haben die gegossenen Pilgerzeichen ausgesehen.
Hier wurde gezeigt, wie die Zeichen gegossen werden.

Mit dem Thema "Pilgerzeichen" befassen sich zwei Artikel näher:
Andreas Haasis-BernerSt. Jodokus in Konstanz - zu einem neugefundenen Pilgerzeichen. 
Johannes Göhler, Die Kapelle "zum Trost" im Moor - Die mittelalterliche Wallfahrt der Norddeutschen zu St. Joost