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"Wem Santiago zu weit ist, der geht nach Saint Josse!"

Beim ältesten Pilgerpatron Europas

Diese Homepage versucht, die geschichtliche Entwicklung und den Stand der Jodokus-Verehrung zu erheben. Ziel ist, die Jodoksgemeinden im Wissen um ihren gemeinsamen Ursprung zu vernetzen und St. Josse-sur-Mer in der Picardie seine ursprüngliche Bedeutung als europäisches Pilgerziel wieder zurückzugeben.


Liebe Besucher unserer Homepage!

In allen Religionen und zu allen Zeiten haben sich Menschen auf den Weg gemacht. So im 7. Jahrhundert auch der Heilige Jodok. Nachdem er - herzoglicher Abstammung - über mehrere Jahrzehnte als Einsiedler versuchte, Gott gefällig zu leben, pilgerte er nach Rom mit dem Ziel, seine innere Bestimmung zu finden. Nach seinem Tod (ca. 669) kommen immer mehr Menschen an sein Grab in der Picardie. Von dort aus beginnt sich sein Ruf als Pilgerpatron wie ein Netz über Europa zu spannen.

Als zwei Jahrhunderte später Sant-Jago de Compostela sich zum großen Wallfahrtsziel entwickelte, wird der Heilige Jodok über Jahrhunderte hinweg bis zur Reformation der Patron, der die Pilger begleitet, auch nach Santiago. In einem geläufigen Satz aus dem Mittelalter heißt es: 

"Wem Santiago zu weit ist, der geht nach Saint Josse!"

Dieses Motto könnte man für heute etwas abwandeln:"Wem Santiago nicht nur zu weit, sondern auch zu überlaufen ist, wer die ruhige beschauliche (dörfliche) Wallfahrt sucht, der fährt nach Saint-Josse-sur-Mer und pilgert dort vor Ort zu seinen Lebensstationen!" Dies kann man das ganze Jahr über tun, insbesondere aber während der Pfingstwoche, die einer jahrhundertelangen Tradition zufolge ausschließlich der Verehrung des Heiligen Jodok gewidmet ist. Früher waren es Tausende von Pilgern, die sich der Prozession mit dem Reliquienschrein anschlossen. Heute gilt es, dieses religiöse Kulturerbe für alle, die das Pilgern schätzen, zu erhalten. Wenn man sich die Frage stellt, was unser heutiges Alltags- und Berufsleben prägt, so kennen wir die Anforderungen an uns nur allzu gut: Mobil und flexibel müssen wir sein in einer mittlerweile globalen Welt, die es einem schwermacht, sich zu orientieren.

"Eigentlich bin ich ja ganz anders, aber ich komme so selten dazu." In diesem Bonmot des österreichisch-ungarischen Schriftstellers und Dramatikers Ödön von Horváth steckt die Ahnung eines ungelebten Lebens, das unter dem Diktat des Alltags offenbar keine Chance hat.

Noch kürzer sagt es Hape Kerkeling: "Ich bin dann mal weg!" und drückt mit dem Titel seines Buches zum Jakobsweg genau das aus, wonach sich so viele Menschen sehnen: Ausstieg aus dem Alltag als Chance, über "Gott und die Welt" und vor allem über sich selber beim Pilgern nachzudenken.

In Zusammenarbeit von 
Jutta Schmidt, Landshut
Mitbegründerin der "Association St. Josse Europe" (bis Juni 2010 zweite Vorsitzende)
eMail: jutta-m-schmidt(at)web.de 
und 
Alfred Rössler, Landshut
1976-2007 Jahre Pfarrer von St. Jodok
eMail: alfred-roessler(at)t-online.de

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