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A - Anonymus (nach 800, vielleicht sogar erst nach 900)

Trotz Widerspruch seines Mit- bruders Wurmar verteilt Jodok das letzte Brot an die Bettler.

Das Leben des Heiligen ist uns in drei lateinischen Prosawerken erhalten. Die früheste, historisch wertvollste Fassung stammt von einem namentlich nicht bekannten "Anonymus". 

Jost Trier spielt mit dem verlockenden Gedanken, die Vita könnte vom schreibkundigen Alkuin stammen (Jost Trier S. 40f.) Auch wenn die Autorschaft Alkuins oder zumindest sein Einfluss auf den Anonymus sehr verlocken wäre - immerhin war Abt Alkuin "Kultusminister" Karls d. Gr. und zuständig für die Reorganisation der Klöster -, so setzen neuere Autoren, z. B. Le Bourdellès, die Vita deutlich später an.  

Bleibt auch der Verfasser der lateinischen Vita unseres Pfarrpatrons anonym und die zeitliche Zuordnung vage, so kennen wir den Autor unserer deutschen Übersetzung. Wir verdanken sie einem pensionierten Lateinlehrer aus Bochum namens Gerhard Jost, der auf den Spuren seines Familiennamens surfend auf unsere Homepage gestoßen ist. Er hat meine Bitte aufgegriffen und eine Übersetzung versucht, die möglichst nahe am lateinischen Text bleibt. Ist uns diese Übersetzung schon unverdient "zugefallen", so ist es ein zweiter schöner Zufall, dass Gerhard Jost in Münster noch bei eben jenem Professor Jost Trier studiert hat, auf dessen Jodok-Buch wir uns ständig beziehen. 

Der lateinische und deutsche Text der Vita
Eine freiere Nacherzählung niederländisch-deutsch:

2/4 Isembard