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Rödersdorf, ev. Pfarrkirche Hl. Jodocus

Evang. Kirche St. Jodocus in Rödersdorf

Gehört zum Kirchspiel Dittersdorf (politisch eingemeindet nach 07907 Göschitz)
Ev.-Luth. Pfarramt Dittersdorf
Pfarrerin Astrid Klingner-Kühnel
Ortsstraße 11
D-07907 Dittersdorf
Tel.: 036648/ 22382 
eMail: evangpfarramt_dittersdorf(at)kirchspiel-dittersdorf.de

Bis zur Reformation ein gut besuchter Wallfahrtsort mit jährlich zwei Wallfahrten.
Ablassbrief von 1340 für die Kapelle St. Jodoci in Rödersdorf.
Seit 1597 Pfarrkirche.
Der Pfingstablassmarkt (24. Juni) hat sich bis heute erhalten. 
Verschiedene Erweiterungen und Umbauten.
1998-2000 völlig renoviert.

Darstellung Jodoks im mittleren spätgotischen Fenster im Chor; sicher aus einem anderen mittelalterl. Kontext (vgl. Festschrift von 1925).  Weil am seitlichen Flügelaltar die Attribute der Heiligen verloren gegangen sind, kann man nur vermuten, dass mit dem Pilger der Kirchenpatron St. Jodocus gemeint sein könnte. Das Gleiche gilt von der kleinen Pilgerstatue im seitlichen abgesenkten Chorraum.

Der Ablassbrief
für die Pfarrkirche St. Jacobi in Göschitz und die Kapelle St. Jodoci in Rödersdorf wurde am 10. November 1340 zu Avignon ausgestell. Zur Kirchweih sowie an bestimmten (im Ablassbrief erwähnten) Heiligentagen erteilten der Erzbischof und die zehn hinzugezogenen Bischöfe an die Gläubigen aus Anlass der Andacht, des Gebets sowie zu Gottesdiensten oder zu Wallfahrten nach Göschitz und Rödersdorf ihren Segen.

In der Übertragung aus dem Lateinischen (durch Berthold Schmidt) heißt es unter anderem: "Allen, welche beim Abendläuten kniefällig drei Ave Maria sprechen, oder welche zum Bau, Geleucht, Schmuck oder zu anderen der genannten Kirche und Kapplle Notwendungen hilfreiche Handarbeit leisten, oder welche in ihrem Testamente oder sonst Gold, Silber, Kleidung oder irgendwelche andere Wohltaten der genannten Kirche und Kapelle zuwenden oder letztwillig vermachen, oder die Friedhöfe derselben besuchen, um für die Seelen aller verstorbenen Gläubigen zu beten oder ihr Begräbnis daselbst wählen und für den Ausbringer dieser Indulgenz und dessen Vater und Mutter zu Gott beten etc., bewilligen wir (die Aussteller) einen Ablass von vierzig Tagen für alle ihnen auferlegten Bußen etc."

Es war aber nur der Rödersdorfer "Kapelle" vergönnt, sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort entwickeln zu können. Die Finanzierung bei den Erweiterungen am Rödersdorfer Gotteshaus muss trotzdem große Schwierigkeiten bereitet haben...
(aus der Homepage von Rödersdorf)

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