Sie sind hier:> St. Jodok dt > J-Kirchen/Kapellen > D Deutschland > K... > Konstanz   

Konstanz, ehem. Hospiz- und Filialkirche St. Jodok

Das gelbe Gebäude, ehemals St. Jos

Nach dem Stadtbrand wird 1399 die Kapelle der heiligen Afra renoviert, bzw. aufgebaut und nach St. Jos oder St. Jodok benannt. Die relativ kleine Kirche (27x11 Meter) steht jetzt noch als Wohnhaus mit Bar an der Ecke Kreuzlingerstraße 15/Falkengasse.

"St. Jodok erlangte allmählich Pfarrrechte für diese Vorstadt (Stadlhofen) und wurde zur Filiale der zum Kreuzlinger Ausgustinerchorherrenstift gehörigen Pfarrkirche."
(Helmut Maurer, Konstanzer Stadtgeschichte im Überblick, S. 11, Sigmaringen 1979).

1793 wurde das Gebäude verkauft und zu einem dreistöckigen Wohnhaus umgebaut, 1813 aus dem Seelsorgeverband Kreuzlingen gelöst und der neue Augustinerpfarrei in Konstanz zur Hlgst. Dreifaltigkeit übertragen. Heute im EG ein Nachtclub, oben Wohnungen.

Hinter der St. Jost-Kirche befindet sich jetzt noch die ehemalige Josen- oder Elendenherberge, auch Seel- oder Blatternhaus genannt. Es diente im Laufe der Jh. unterschiedlichen Zwecken: Verpflegung Durchreisender oder Armer; Isolierstation und Krankenhaus; Besserungshaus und Gefängnis.

"Zusammen mit der dahinter Richtung Norden gelegenen ehemaligen 'Josen- oder Elendenherberge' bildete das vorstädtische Ensemble einen Spitalkomplex, der nicht nur zur Unterbringung Durchreisender gebraucht wurde, sondern auch einen Teil der städtischen Armenfürsorge übernahm".
(Hermann Strauss, Alt-Kreuzlingen, Kreuzlingen 1962; zitiert nach dem hist. Stadtführer). 

Fotogalerie